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Die besten Dehnübungen für mehr Beweglichkeit im Alltag

Kein Yoga-Studio nötig: Sieben einfache Dehnübungen, die Sie täglich umsetzen können – für Hüfte, Rücken, Schultern und Beine.

PHYSIOAktiv Rall19. September 20255 Min. Lesezeit
Dehnübungen für mehr Beweglichkeit

Warum dehnen?

Regelmäßiges Dehnen erhält die Gelenkbeweglichkeit, verbessert die Durchblutung und kann Spannungsgefühle lösen. Wichtig: Dehnen ersetzt weder Kraft- noch Ausdauertraining. Für den Alltag reichen 5–10 Minuten pro Tag – konsequent durchgeführt.

Die 7 Übungen – jeweils 30 Sekunden halten

1. Hüftbeuger-Dehnung (Ausfallschritt)

Ein Bein weit nach vorn, das hintere Knie berührt fast den Boden. Becken nach vorn schieben, Oberkörper aufrecht. Spüren Sie die Dehnung in der vorderen Hüfte. Gegen Sitzbeschwerden ideal.

2. Katze-Kuh (Cat-Cow)

Im Vierfüßlerstand: Rücken erst rund („Katzenbuckel"), dann Brust öffnen und Blick leicht heben. 10 langsame Wechsel. Mobilisiert die gesamte Wirbelsäule.

3. Brustmuskeldehnung im Türrahmen

Unterarm am Türrahmen anlegen, leicht ins Türframe lehnen. Schulterhöhe variieren, um verschiedene Fasern zu erreichen. Öffnet die beim Sitzen verkürzte Brust.

4. Oberschenkel-Rückseite (ischiokrural)

Sitzend: ein Bein gestreckt, Oberkörper mit geradem Rücken nach vorn kippen. Nicht den Rücken rund machen – Dehnung kommt aus der Hüfte.

5. Wadendehnung an der Wand

Hände an die Wand, ein Bein weit zurück, Ferse am Boden, hinteres Knie gestreckt. Für die tiefere Wadenmuskulatur: hinteres Knie leicht beugen.

6. Rotation im Sitzen

Aufrecht sitzen, rechte Hand aufs linke Knie, linke Hand hinter sich aufstützen, Oberkörper sanft nach links drehen. Seitenwechsel. Mobilisiert die Brustwirbelsäule.

7. Kindpose (Child's Pose)

Auf den Fersen sitzen, Oberkörper nach vorn legen, Arme lang ausstrecken. Dehnt Rücken, Schultern und Hüften gleichzeitig – und ist ein guter Abschluss.

Tipps für echte Wirkung

  • Regelmäßigkeit schlägt Intensität. Lieber täglich 5 Minuten als einmal pro Woche 30.
  • Bis zum leichten Ziehen, nie in den Schmerz.
  • Gleichmäßig atmen – die Ausatmung unterstützt die Dehnung.
  • Nicht ruckartig wippen – ruhig halten oder langsam dynamisch bewegen.
  • Nach dem Sport ideal, morgens wach machend – aber nicht unaufgewärmt mit Maximalintensität.

Dehnen bei Beschwerden

Bei akuten Schmerzen, frischen Verletzungen oder unklaren Symptomen nicht auf eigene Faust dehnen – wir schauen gemeinsam, welche Technik passt. In der Physiotherapie sind Dehnen und Mobilisation wertvolle Werkzeuge, aber immer Teil eines Gesamtkonzepts.

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